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KonzertLesung mit Stephan Schäfer und dem ModernKlezmer-DUO DOYNA (Köln)

Lesung aus der Autobiographie „Eine [jüdische] Kindheit in Warschau“ von Isaac Bashevis Singer.

21.11.2021 Bildimpressionen

Fotos ©: E.Bieronski

Isaac Bashevis Singer

wurde am 14. Juli 1904 in Radzymin/Polen als Sohn einer alten Rabbinerfamilie geboren. Er besuchte in Warschau zunächst das Rabbiner-Seminar, dann die Universität. Mit 22 Jahren begann er Gedichte und Erzählungen zu schreiben, zunächst auf Hebräisch, dann auf Jiddisch. 1935 emigrierte er in die USA und ließ sich in New York nieder, wo er sich als Autor etablieren konnte. Singer erhielt 1978 als erster und einziger jiddischer Schriftsteller den Literaturnobelpreis für sein Gesamtwerk, Er starb am 24. Juli 1991 in Miami/Florida.

 

(Quelle: Isaac Bashevis Singer: Eine Kindheit in Warschau. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag, S. 2)

 

Im Haus Nr. 10 in der Krochmalna, einer Straße im Warschauer Judenviertel, verbringt Isaac B. Singer (1904-91) den größten Teil seiner Kindheit. In der Erinnerung an diese Zeit werden Menschen und Dinge lebendig, die auch in den Werken des späteren Literatur-Nobelpreisträgers wiederkehren: sein Vater, der Rabbi, Richter und geistliches Oberhaupt in einer Person war, die praktisch denkende Mutter, der „abtrünnige“ Bruder Joshua, dessen fortschrittliche Ansichten großen Einfluss auf den kleinen Isaac ausübten, jüdische Händler, eine alte Waschfrau, die Freunde, mit denen er leidenschaftlich Geschichten erfand. Aber auch von Schwierigkeiten, Elend und Armut ist die Rede.

 

„Wenn er seine Straße in Warschau beschreibt, steht jene Welt von damals auf, die Kindern - und Erwachsenen - von heute fast unvorstellbar ist … Singer erzählt ruhig, fügt Bild an Bild, beschreibt Dinge und Zustände genau und freundlich, lässt einen Menschen nach dem anderen aus der Erinnerung auferstehen … Mit jedem Satz wird dem Leser diese Welt von gestern vertrauter.“ (Süddeutsche Zeitung)

Stephan Schäfer

studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste. Zur Vermittlung von Literatur und klassischer Musik gründete er 2001 das „Kölner Künstler-Sekretariat“. Inzwischen wurden von ihm über 1000 Lesungen und Konzerte gestaltet und moderiert. Neben Autorenportraits gilt hier seine besondere Leidenschaft historischen und zeitgenössischen Reisebeschreibungen. Mit Schwerpunkten auf Ländern, Städten und Regionen gastiert Stephan Schäfer bundesweit bei Literaturgesellschaften und Reiseveranstaltern, in Bibliotheken, Buchhandlungen und Museen.

www.lesen-ist-reisen.de

DUO DOYNA

(Annette Maye, Klarinette & Martin Schulte, Gitarre)

schöpft sein Repertoire aus der traditionellen Hochzeits- und Tanzmusik der osteuropäischen Juden. In temperamentvollen Frejlachs, schnellen Bulgars, aber auch graziösen Walzern haben sich über Jahrhunderte hinweg jüdische Melodien mit Bauerntänzen der ost- und südosteuropäischen Länder vereint. Seinen Namen leitet das Kölner Duo von einem rumänischen Tanz ab: Rhythmisch ungebunden und melodisch frei improvisiert, bietet die Doina mit Melismen, Sequenzierungen und immer wieder auch Ruhepunkten den einstigen wie heutigen „Klezmorim“ die Möglichkeit, Gefühlen intensivsten Ausdruck zu verleihen.

www.annettemaye.wordpress.com/projects